1977 - Die Politik
1977 - Die Politik
1. Januar: Kurt Furgler wird Bundespräsident der Schweiz
1. Januar: Die Bürgerrechtsgruppe Charta 77 wird in Prag gegründet
4. Januar: Sprengstoffanschlag auf ein militärisches Tanklager und Angriff auf ein amerikanisches Atomwaffenlager in Gießen durch Revolutionäre Zellen (RZ)
6. Januar: Die Europäische Kommission nimmt als Organ der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) die Arbeit auf
20. Januar: Die Republik Niger wird Mitglied in der BAD (Afrikanische Entwicklungsbank)
20. Januar: Vereinbarung über Regierungsausschuss für Wirtschaftsfragen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Schweden
20. Januar: Amtseinführung von Jimmy Carter als 39. Präsident der USA. Er löst Gerald Ford ab.
1. Februar: Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Mexiko. In Kraft seit dem 3. März 1978
1. Februar: Südafrika entlässt KwaZulu als Homeland in eine bedingte Eigenständigkeit.
8. Februar: Brigitte Mohnhaupt wird nach Verbüßung einer Haftstrafe entlassen, taucht unter und beginnt die terroristische Rote Armee Fraktion neu zu organisieren.
11. März: Angola wird Mitglied in der UNESCO
18. März: In Windhoek wird ein Verfassungsplan ausgearbeitet („Turnhallenkonferenz“)
22. März: Komoren wird Mitglied in der UNESCO
7. April: In Karlsruhe ermorden Terroristen der RAF Generalbundesanwalt Siegfried Buback.
8. April: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Malaysia
1. Mai: Bei der größten 1. Mai-Demo in der Geschichte der Türkei werden 37 Menschen durch Angriffe türkischer Counterguerillakräfte getötet. In der Türkei und in Nordkurdistan sterben Ende der 70er Jahre bei politischen Auseinandersetzungen zwischen revolutionären und faschistischen Kräften täglich bis zu 20-25 Menschen
17. Mai: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Kenia
23. Mai: Entführung des Zuges Assen-Groningen/Niederlande durch südmolukkische Jugendliche. Militärische Beendigung 19 Tage später. Zwei tote Geiseln. Sechs tote Geiselnehmer
1. Juni: Der Vertrag über die Gründung des Europäischen Rechnungshofes tritt in Kraft
5. Juni: Staatsstreich auf den Seychellen, France-Albert René wird Staatspräsident
15. Juni: In Spanien finden erstmals seit 41 Jahren wieder freie Wahlen statt
18. Juni: Niger schließt mit der Bundesrepublik Deutschland ein Abkommen über technische Zusammenarbeit
20. Juni: Menachem Begin wird Ministerpräsident des Staates Israel.
27. Juni: Dschibuti wird unabhängig
28. Juni: Investitionsschutzabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Mali
5. Juli: Sturz der Regierung Bhutto und Beendigung der bürgerkriegsähnlichen Zustände in Pakistan durch die Armee. Machtergreifung durch General Mohammed Zia ul-Haq
13. Juli: Stromausfall in New York und in Gebieten des Westchester County, nördlich von New York, in der Nacht durch Blitzeinschläge
18. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ungarn
20. Juli: Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel
28. Juli: Spanien stellt Antrag auf Beitritt zur EG
30. Juli: Bei einem Entführungsversuch der RAF wird Jürgen Ponto, Vorstandssprecher der Dresdner Bank AG, in seinem Haus in Oberursel (Taunus) erschossen
7. September: Torrijos-Carter-Vertrag wird unterzeichnet
10. September: Letzte Hinrichtung mit der Guillotine in Frankreich
September/Oktober: Höhepunkt des Terrorismus in Deutschland (siehe auch Deutscher Herbst):
5. September bis 19. Oktober: Ein RAF-Kommando entführt und ermordet den deutschen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer
12. September: Der südafrikanische Bürgerrechtler Steve Biko stirbt nach Folterungen der Polizei einen Tag nach Einlieferung ins Gefängniskrankenhaus von Pretoria. Sein Tod wird bald darauf zum Symbol der Widerstandsbewegung gegen das Apartheidsregime und löst später ein Waffenembargo des Weltsicherheitsrats gegen das Land aus.
20. September: Vietnam und Dschibuti werden Mitglieder der Vereinten Nationen
11. Oktober: Abkommen über finanzielle Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ruanda
13.-17. Oktober: Entführung des Flugzeugs Landshut nach Mogadischu und Befreiung durch die GSG9
18. Oktober: Todesnacht von Stammheim in der Nacht zum 18. Oktober begehen die inhaftierten Anführer der Rote Armee Fraktion Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in ihren Gefängniszellen in der JVA Stuttgart Suizid
19. Oktober: Deutscher Herbst: Hanns Martin Schleyer, am 5. September entführt, wird in Mülhausen (Elsass) tot aufgefunden
10. November: Spanien wird Mitglied im Europarat
16. November (Buß- und Bettag): Selbstverbrennung Hartmut Gründlers, in Hamburg während des SPD-Parteitages, aus Protest gegen die damalige Atompolitik
19. November: Besuch des ägyptischen Staatspräsidenten Anwar as-Sadat in Jerusalem, Israel
20. November: In einer Rede vor der Knesset erkennt der ägyptische Präsident Anwar as-Sadat das Existenzrecht Israels an.
4. Dezember: Jean Bedel Bokassa lässt sich zum Kaiser der Zentralafrikanischen Republik krönen
Quelle: Wikipedia®
